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8–11 April 2027
Messegelände Köln

Vier Perspektiven, ein Ziel: Longevity in Hospitality strategisch denken

© FIBO / Jannik Hammes

Bar ohne Namen

Entschlossen verweigert sich Savage, der Bar einen Namen zu geben. Stattdessen sind drei klassische Design-Symbole das Logo der Trinkstätte in Dalston: ein gelbes Quadrat, ein rotes Viereck, ein blauer Kreis. Am meisten wurmt den sympathischen Franzosen dabei, dass es kein Gelbes-Dreieck-Emoji gibt. Das erschwert auf komische Weise die Kommunikation. Der Instagram Account lautet: a_bar_with_shapes-for_a_name und anderenorts tauchen die Begriffe ‘Savage Bar’ oder eben ‚Bauhaus Bar‘ auf.

 

Für den BCB bringt Savage nun sein Barkonzept mit und mixt für uns mit Unterstützung von Russian Standard Vodka an der perfekten Bar dazu.

 

 

 

 

Ein entscheidender Qualitätsfaktor des Longevity in Hospitality Summit auf der FIBO 2026 ist sein internationales Kuratorium. Die vier Kuratoren stehen für unterschiedliche Perspektiven der Branche – von strategischer Marktanalyse über Hospitality-Operations bis hin zu Investitionslogik und ganzheitlichen Spa- und Longevity-Konzepten. Für die Teilnehmenden des Summits bedeutet das vor allem eines: Orientierung.

Statt Trendversprechen oder Produktpräsentationen prägt ein interdisziplinäres Expertenteam die inhaltliche Struktur des Summits. Ihre Erfahrung aus Beratung, Entwicklung und operativer Praxis sorgt dafür, dass die Diskussionen konsequent auf wirtschaftliche Tragfähigkeit, Umsetzbarkeit und strategische Relevanz ausgerichtet sind.

Die Kuratoren des Longevity in Hospitality Summit 2026:

Judith Cartwright, Black Coral Consulting

Judith Cartwright von Black Coral Consulting übersetzt Longevity konsequent in eine Business-Logik: vom „Wellness als Add-on“ hin zu Profitabilität, Positionierung und Asset Value. Mit Fokus auf ROI, Monetarisierung, Portfolio-Strategie und Operating Models zeigt sie, wie Longevity-Angebote im Hospitality-Kontext zu echten Werttreibern werden können.

Andrew Gibson, Andrew Gibson Advisory

Andrew Gibson betrachtet Longevity aus einer kritisch-strategischen Perspektive und liefert Orientierung bei Priorisierung und Risikoabschätzung. Im Zentrum steht die Frage, welche Longevity-Angebote für welche Hotelkonzepte tatsächlich funktionieren – und wo Hotels Gefahr laufen, sich von Trendversprechen überfordern zu lassen.

Franz Linser, Linser Hospitality GmbH

Franz Linser erdet das Thema Longevity im Hospitality-Kontext: weg von reiner Technologie-Faszination, hin zu ganzheitlichen Konzepten aus Lebensstil, Umgebung, Services und Expertenzugang. Hotels müssen Longevity als integriertes System umsetzen können – ohne den eigentlichen Hospitality-Kern zu verlieren.

Yves Preissler, Yves Preissler Consulting

Yves Preissler denkt Longevity konsequent entlang der Hotel-Realität. Entscheidend ist, dass neue Konzepte operationalisierbar bleiben – in Bezug auf Fläche, Budget, Vendor-Strukturen, Training und Guest Journey. Seine Perspektive richtet sich darauf, wie Longevity-Strategien umgesetzt werden können, ohne die „Hospitality-Seele“ eines Hauses zu verlieren.

Gemeinsam bilden sie kein Trend-Panel, sondern ein interdisziplinäres Kompetenz-Team. Oder wie Yves Preissler es formuliert: „Nicht nur ‚Wellness & Longevity‘ als Trendthema, sondern echte Hospitality-Entscheider, die Lösungen brauchen, die Budgetzyklen, Personalrealitäten und Markenstandards standhalten.“ Das ist die eigentliche Qualitäts-Garantie des Longevity in Hospitality Summits.

Longevity ist kein Trend – sondern eine Management-Entscheidung

Die internationale Hotellerie steht unter Druck. Steigende Betriebskosten, Personalmangel, zunehmender Wettbewerbsdruck, anspruchsvollere Gäste und eine immer kürzere Halbwertszeit von Trends fordern strategische Klarheit.

Gleichzeitig verändert sich der Gast. Schlafqualität, Regeneration, Performance und mentale Stabilität sind keine Nischenthemen mehr – sie sind im Premium-Segment zur Erwartung geworden.

Genau an diesem Punkt setzt der Longevity in Hospitality Summit auf der FIBO 2026 an: nicht als Wellness-Showcase, nicht als Produktmesse, sondern als strukturierte Executive-Arbeitsplattform. Summit-Kurator Yves Preissler bringt es auf den Punkt: „Die meisten Konferenzen behandeln Wellness als ‚Nice-to-have‘. Dieser Summit versteht Longevity als operative und kommerzielle Disziplin.“

Damit verschiebt sich die Perspektive: weg vom Add-on, hin zur Business-Logik. So eröffnet die Session „Welcome & Setting the Stage: Longevity as Hospitality’s Next Great Era“ den Summit denn auch mit einer strategischen Einordnung der Rolle von Longevity für die Zukunft der Hospitality-Branche (weitere Infos).

Qualität der Entscheidungen statt Trend-Hopping

Ein zentrales Motiv für den Besuch und die Angebote des Longevity in Hospitality Summits der FIBO sei, damit seine betrieblichen Entscheidungen auf ein ganz anderes Niveau heben zu können, so Yves Preissler. Die drei anderen Kuratoren sind derselben Meinung. Hintergrund: Viele Hospitality-Teams investieren derzeit in Wellness, getrieben von Marktgeräuschen, Anbieterversprechen oder Design-Ästhetik. Doch welche Investitionen sind operativ tragfähig? Welche halten Budgetzyklen und Personalrealitäten stand? Und welche funktionieren auch noch in drei bis fünf Jahren?

Der Summit schafft einen Raum, in dem genau diese Fragen ehrlich und praxisnah diskutiert werden – unter Entwicklern, Betreibern, Investoren und Strategen. Andrew Gibson unterstreicht diesen Ansatz: „Teilnehmende erhalten ein differenziertes Verständnis dafür, dass es viele Wege gibt, ein Geschäftsmodell sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig, um Wellness- und Longevity-Programme zu erweitern.“ Hier gehe es nicht um Patentrezepte, sondern um anwendbare Modelle, so das Kuratorium. Diesen Zusammenhang zwischen Gesundheit, Performance und Wettbewerbsvorteilen für Hotels beleuchtet beispielsweise der Vortrag „The Longevity Advantage: Why the Future of Hospitality Depends on Human Performance“ mit Anna Bjurstam, Wellness Pioneer, Six Senses (weitere Infos).

Longevity als KPI-getriebenes Geschäftsmodell

Die zentrale Botschaft der Business-Veranstaltung laut Judith Cartwright: „Wenn Longevity ernsthaft als Business-Treiber verstanden werden soll, müssen wir es auch so messen – nicht als Wohlfühlkonzept und auch nicht als ‚Spa Revenue 2.0‘.“ Statt diffuser Erfolgsversprechen schlägt sie eine präzise „Longevity Scorecard“ vor:

  • Aufenthaltsdauer verlängern – fünf, sieben oder zehn Nächte statt drei.
  • Gesamtumsatz pro Gast steigern – nicht umverpacken, sondern echten Mehrwert schaffen.
  • Preis-Stärke (ADR) erhöhen – Differenzierung mit Preisdurchsetzungskraft.
  • Wiederkehrquote & Programm-Bindung messen – von der Einzelleistung zur Plattform.
  • Umsatzdiversifikation stärken – Resilienz jenseits des Zimmergeschäfts.

Keine Wellness-Rhetorik, sondern Asset-Management-Denken. Und auch beim ROI bleibt Judith Cartwright realistisch: „Wer schrittweise vorgeht, kann innerhalb von 12 bis 18 Monaten erste deutliche Effekte sehen. Wer stark in CapEx investiert, sollte realistisch mit drei bis fünf Jahren rechnen.“ Solche Klarheit schafft Vertrauen. Und sie macht deutlich: Longevity ist ein strategisches Instrument – kein Marketing-Claim. Diese wirtschaftliche Perspektive von Longevity als wachsendes Geschäftsmodell diskutiert unter anderem die Session „The Longevity Economy: Where Hospitality, Health & Investment Converge“ mit Lindsay Madden-Nadeau, Senior Director Wellness Strategy, Red Sea Global (weitere Infos). 

Monetarisierung ohne Klinik-Atmosphäre

Ein zentrales Spannungsfeld im Hospitality-Business lautet: Wie viel Medizin verträgt ein Hotel? Judith Cartwright formuliert die Lösung als Drei-Ebenen-Modell:

  • Niedrigschwellige Angebote wie Schlafoptimierung, Stressregulation, personalisierte Fitness.
  • Strukturierte Programme mit Diagnostik, Technologie und wissenschaftlicher Fundierung.
  • Optionale medizinische Partnerschaften, klar positioniert und nicht dominierend.

Ihr Leitsatz: „Gäste sollen sich eingeladen und nicht diagnostiziert fühlen.“ Monetarisierung werde nicht durch Geräte generiert, sondern durch Programme mit klaren Zielen: „Sleep Reset“, „Performance Boost“, „Executive Recovery“. So entstehe wahrgenommener Mehrwert – und damit Zahlungsbereitschaft. Einen solchen praktischen Blick auf erfolgreiche Umsetzungen wirft beispielsweise die Session „Success Stories – From Concept to Commercial Reality“ mit Lilian Roten, Founder, Managing Director, Design Journey/ Swissôtel (weitere Infos).

Vom Konzept in den Betrieb: Die fünf Entscheidungen vor dem ersten Euro

Yves Preissler ergänzt diese Perspektive um eine operative Dimension. Bevor investiert werde, müssten fünf Fragen beantwortet sein:

  • Ist Longevity Revenue-Driver, Positionierungs-Pfeiler oder Bindungsstrategie?
  • Kann das Haus es täglich liefern – personell und organisatorisch?
  • Ist die Guest Journey durchdacht – von Arrival bis Follow-up?
  • Sind die Modalitäten skalierbar oder nur spektakulär?
  • Sind Protokolle, Wartung, Trainingsstandards und KPIs definiert?

Seine Warnung ist deutlich: „Equipment ist einfach zu kaufen. Qualität in der Umsetzung ist anspruchsvoll.“ Hier zeigt sich die Praxisnähe des Summits: Es gehe nicht um Vision Boards, sondern um Betriebssicherheit, so der Kurator. Die Session „The ROI of Recovery. Heat, Cold, and Science at Scale“ mit Susanna Soeberg, Founder & Creator, Soeberg Institute, widmet einer solchen praktischen Integration von Konzepten in Hotelangebote. (weitere Infos)

CapEx-Fallen vermeiden – Resilienz aufbauen

Ein weiteres zentrales Thema für Investoren und Asset Manager: Fehlinvestitionen. In diesem Zusammenhang warnt Yves Preissler warnt vor Technologien, die beeindruckend wirken, aber operativ nicht skalierbar sind oder hochspezialisiertes Personal erfordern.

Stattdessen empfiehlt er robuste Alternativen:

  • einfache, wartungsarme Schlaf- und Regenerationsinfrastruktur
  • multifunktionale Performance-Flächen
  • Systeme und Protokolle statt reiner Hardware
  • niederschwellige Diagnostik ohne Klinik-Atmosphäre

Sein Zielbild: „Longevity, das unter realen Staffing-Bedingungen funktioniert – und sich dennoch wie Hospitality anfühlt.“ Das sei strategische Nachhaltigkeit.

Marke statt Buzzword: Mut zur Positionierung

Longevity drohe zum inflationären Schlagwort zu werden. Judith Cartwright formuliert es klar: „Longevity wird zum Trend, wenn es nur aufgesetzt wird. Zur Marke wird es, wenn es Entscheidungen prägt.“

Das bedeutet:

  • klare Zielgruppenentscheidung
  • eindeutige Problemlösung (Schlaf? Stress? Metabolik?)
  • konsistente Angebotslogik
  • glaubwürdige Partnerschaften
  • physische Umsetzung in Raum, F&B, Atmosphäre

Die Hotels, die bereit sind, spezifisch zu sein – auch auf die Gefahr hin, nicht alle anzusprechen – bauen Substanz. Und genau diese Substanz ist es, die im Zentrum des Summits steht.

FAZIT: Wer Longevity strategisch denkt, gehört in diesen Raum

Der Longevity in Hospitality Summit auf der FIBO 2026 ist kein Inspirations-Event im luftleeren Raum.

Er ist eine Arbeitsplattform für Owner, CEOs, Asset Manager, Entwickler und Betreiber, die Longevity nicht als Dekoration verstehen – sondern als Hebel für Wertschöpfung, Differenzierung und Resilienz.

Wer wissen will,…

  • wie Aufenthaltsdauer verlängert wird,
  • wie ADR gestärkt wird,
  • wie CapEx-Fehler vermieden werden,
  • wie Programme skalierbar und markenprägend werden,

…findet hier nicht nur Impulse – sondern belastbare Antworten.

Longevity wird im Hospitality-Business nur dann zum Erfolgsmodell, wenn Vision, Design, Betrieb und Wirtschaftlichkeit zusammengedacht werden. Der Longevity in Hospitality Summit bringt genau diese Perspektiven zusammen. Und damit ist er mehr als ein Programmpunkt der FIBO 2026 – er ist ein strategischer Treffpunkt für die nächste Generation Health-getriebener Hotels.