FIBO logo
8–11 April 2027
Messegelände Köln

Neurozentriertes Training: Gamechanger oder nur Hype?

© Shutterstock

Bar ohne Namen

Entschlossen verweigert sich Savage, der Bar einen Namen zu geben. Stattdessen sind drei klassische Design-Symbole das Logo der Trinkstätte in Dalston: ein gelbes Quadrat, ein rotes Viereck, ein blauer Kreis. Am meisten wurmt den sympathischen Franzosen dabei, dass es kein Gelbes-Dreieck-Emoji gibt. Das erschwert auf komische Weise die Kommunikation. Der Instagram Account lautet: a_bar_with_shapes-for_a_name und anderenorts tauchen die Begriffe ‘Savage Bar’ oder eben ‚Bauhaus Bar‘ auf.

 

Für den BCB bringt Savage nun sein Barkonzept mit und mixt für uns mit Unterstützung von Russian Standard Vodka an der perfekten Bar dazu.

 

 

 

 

In einer Zeit, in der unser Verständnis von Leistung und Wohlbefinden ständig weiterentwickelt wird, tauchen immer wieder neue Trainingsmethoden auf, die versprechen, das Beste aus unserem Körper und Geist herauszuholen. Eine dieser Methoden ist das Neurozentrierte Training. Doch während einige es als revolutionäre Trainingsform betrachten, sehen andere es als vorübergehenden Hype an. Die Debatte darüber, ob Neurozentriertes Training wirklich ein Gamechanger ist oder nur ein kurzlebiger Trend, ist in vollem Gange. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Konzept, und welche Argumente sprechen dafür und dagegen?

Was ist Neurozentriertes Training?

Neurozentriertes Training geht davon aus, dass das Gehirn die zentrale Rolle bei der Steuerung von Bewegung und Leistung spielt. Durch gezielte Übungen und Aktivitäten sollen die neurologischen Prozesse im Gehirn optimiert werden, um Leistung und Wohlbefinden zu steigern.

Argumente für Neurozentriertes Training als Gamechanger:

Bislang gibt es zwar keine spezifische Evidenz für das Neurozentrierte Training als Ganzes, aber zahlreiche Studien haben die Effekte einzelner bewegungssteuernder Systeme untersucht. Das visuelle System, das vestibuläre System und das propriozeptive System wurden alle einzeln untersucht und haben gezeigt, dass sie einen signifikanten Einfluss auf die Bewegungskontrolle und die Leistung haben können. Beispielsweise hat die Forschung gezeigt, dass visuelles Training die Hand-Augen-Koordination verbessern kann, während Übungen zur Verbesserung der Propriozeption das Gleichgewicht und die Körperkontrolle verbessern können. 

Ein weiteres Argument für Neurozentriertes Training als Gamechanger ist seine individuelle Anpassbarkeit. Durch die gezielte Auswahl von Übungen und Trainingsmethoden können Leistungen maximiert und Ziele effektiver erreicht werden. Durch die Berücksichtigung verschiedener Aspekte wie Bewegung, Atmung, Augen und Gleichgewicht sowie Stressmanagement bietet diese Trainingsmethode einen ganzheitlichen Ansatz zur Verbesserung von Leistung und Wohlbefinden.

Argumente gegen Neurozentriertes Training als Gamechanger:

Auf der anderen Seite gibt es auch Stimmen, die Neurozentriertes Training für einen Hype halten. Einige Kritiker argumentieren, dass die Wirksamkeit des Neurozentrierten Trainings möglicherweise überschätzt wird und dass es noch viele offene Fragen gibt, die beantwortet werden müssen. Trotz der wachsenden Popularität des Neurozentrierten Trainings gibt es auch einen Mangel an Langzeitstudien, die die Wirksamkeit des Neurozentrierten Trainings belegen.

Ein weiteres Argument gegen Neurozentriertes Training als Gamechanger ist die Komplexität, die mit der Umsetzung solcher Programme verbunden ist. Die Umsetzung solcher Programme erfordert individuelle Analysen, geschultes Personal und einen erheblichen Zeitaufwand, um sich mit diesem ganzheitlichen Ansatz auseinander zu setzen.

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Diskussion über Neurozentriertes Training nicht als einfaches Pro- und Kontra-Szenario betrachtet werden sollte. Vielmehr ist es wichtig zu erkennen, dass das Neurozentrierte Training nur eine von vielen Perspektiven des ganzheitlichen Trainings darstellt. Es konzentriert sich auf die Optimierung der Bewegungssteuerung durch das Zusammenspiel verschiedener neurologischer Systeme, insbesondere des visuellen, vestibulären und propriozeptiven Systems.

Während die spezifischen Effekte des Neurozentrierten Trainings als solches noch nicht vollständig erforscht sind, gibt es eine Fülle von Belegen für die Bedeutung der einzelnen Bewegungskontrollsysteme für Leistung und Wohlbefinden. Diese Erkenntnisse können dazu beitragen, bestehende Trainingsprogramme zu optimieren und die Gesamtleistung zu verbessern.

Es ist wichtig, die Diskussion über Neurozentriertes Training als eine von vielen Möglichkeiten zu betrachten, die dazu beitragen können, das volle Potenzial des menschlichen Körpers auszuschöpfen. Letztendlich sollte es unser Ziel sein, die besten Ansätze aus verschiedenen Trainingsmethoden zu kombinieren und individuell anzupassen, um die bestmöglichen Ergebnisse für jeden Einzelnen zu erzielen.

Über die Autorin

Luise Walther geht es beim Training nicht um Selbstoptimierung, sondern um eine Balance aus An- und Entspannung des Nervensystems. Denn Bewegung und Schmerzen entstehen im Gehirn.

Als zertifizierte Personal Trainerin hat sie sich auf die funktionelle Neurologie und das neuronale Bewegungstraining spezialisiert. Sie hat umfangreiche nationale und internationale Weiterbildungen, gerade im Bereich der funktionellen Neurologie, absolviert. Durch die Zusammenarbeit mit Orthopäden verfügt sie über ein fundiertes Fachwissen in der Rehabilitation, Verletzungsprophylaxe und Performance-Steigerung.

Eine so umfangreiche Expertise an der Schnittstelle von Fitness und Medizin besitzen nur wenige Trainer, weshalb Medien wie n-tv, RTL, Spiegel online oder Women's Health sie nach ihrer Meinung fragen.