16 – 19 April 2026
Messegelände Köln

Erfolgreich mit Wellness

Bar ohne Namen

Entschlossen verweigert sich Savage, der Bar einen Namen zu geben. Stattdessen sind drei klassische Design-Symbole das Logo der Trinkstätte in Dalston: ein gelbes Quadrat, ein rotes Viereck, ein blauer Kreis. Am meisten wurmt den sympathischen Franzosen dabei, dass es kein Gelbes-Dreieck-Emoji gibt. Das erschwert auf komische Weise die Kommunikation. Der Instagram Account lautet: a_bar_with_shapes-for_a_name und anderenorts tauchen die Begriffe ‘Savage Bar’ oder eben ‚Bauhaus Bar‘ auf.

 

Für den BCB bringt Savage nun sein Barkonzept mit und mixt für uns mit Unterstützung von Russian Standard Vodka an der perfekten Bar dazu.

 

 

 

 

Ein Beitrag von Lutz Hertel, Vorstand Deutscher Wellness Verband

Wellness wurde vor ca. 70 Jahren in den USA als ein neues Paradigma für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem erdacht. Hier wird es fast nur noch als passive Entspannung verkauft: Auszeit nehmen, abschalten, vergessen, genießen und sich verwöhnen lassen. Aus Wellnesstrainern wurden Wellnessmasseure, aus Wellnessjägern in Sportschuhen Wellnessflüchtlinge in Bademänteln. Natürlich ist es gut, sich um Entspannung zu kümmern. Aber dafür muss man nicht vor seinem Leben davonlaufen. Wellness beginnt als Mindset im Kopf und wird als tägliche Gewohnheit gelebt. Man kann Wellness also weder kaufen noch verkaufen.

Wer Wellness lebt, entscheidet sich für ein aktives Verbesserungsprogramm, um das persönliche Vermögen zu vergrößern, ein Leben lang. Vermögen nicht im Sinne von Aktien, Villen, Yachten und Privatjets. Sondern Vermögen im Sinne von Können, Fähigkeiten, Potenzialen. Es geht um vorteilhafte körperliche, mentale, emotionale, soziale und ökologische Skills. Wer diese Potenziale ausschöpft, maximiert zugleich die Chancen auf ein langes und gesundes Leben: Longevity als schöner Nebeneffekt statt dubioser Selbstzweck.

Das Wellness Mindest

Gedanken und grundlegende, innere Überzeugungen, wie wir die Welt, uns selbst und das Leben in dieser Welt sehen, bestimmen über tägliche Entscheidungen, Verhalten und Gewohnheiten: Das ist die Mentalität, auch Mindset genannt. Wer der Überzeugung ist, dass man sich mit all seinen Potenzialen entwickeln und in eine positive Richtung entfalten kann und dies auch beabsichtigt, wer dem Grundsatz folgt, dass ein Leben sinnvolle Bedeutung für andere, die heutige und künftige Welt haben soll, verfügt über eine Wellness-Mentalität.

 

Es gibt sechs Grundüberzeugung, die ein solches Wellness-Mindset auszeichnen:

Selbstverantwortung

Ich bin für mein Leben selbst verantwortlich und trage zugleich Mitverantwortung für die Lebensvielfalt auf diesem Planeten.

Wachstum

Ich kann mir Fähigkeiten aneignen und sie nutzen, um alle meine Potenziale so weit wie möglich auszuschöpfen, über alle Phasen meines Lebens hinweg.

Vernunft

Ich lasse mich vorrangig von Verstand, Vernunft und Wissenschaft leiten. Meine Entscheidungen beruhen auf kritischem Denken und Urteilen.

Freiheit

Ich erkenne meine Einzigartigkeit und nutze die Freiheit, um mein Leben ohne Schaden für andere nach meinen Bedürfnissen zum bestmöglichen zu gestalten.

Ethik

Ich verkörpere ethische Werte wie Anstand, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Fairness, Güte, Respekt, Toleranz, Unvoreingenommenheit, Integrität.

Sinn

Ich leiste einen sinnvollen Beitrag zum Wohl in der Welt und strebe damit nach einem produktiven, erfüllten und zufriedenen Leben.

(c) Deutscher Wellness Verband

Der Wellness-Lebensstil

In Einklang mit dieser Mentalität ergeben sich Verhaltensweisen und Gewohnheiten, die den Alltag prägen. Daraus formt sich ein Wellness-Lebensstil. Der Deutsche Wellness Verband unterscheidet fünf Lifestyle-Aspekte: Mentale, emotionale, vitale, soziale und ökologische Aktivitäten.

Mentale Aktivitäten

  • Vernunftgeleitet und reflektiert denken, planen, entscheiden, und Probleme lösen.
  • Das wissenschaftliche Weltbild und Denkmodell verstehen und sich seine Lebensführung daran orientieren.
  • Selbsttäuschung aufgrund von kognitiven Verzerrungen und Denkfehlern erkennen und vermeiden.
  • Realistische, internale Kontrollüberzeugungen und Selbstwirksamkeitserwartungen entwickeln und kultivieren.
  • Fähigkeiten zur bewussten Selbst- und Gefühlsregulation ausbilden und anwenden.

Emotionale Aktivitäten

Dabei geht es um das Erzeugen und Erleben von positiven Grundstimmungen und Gefühlen, insbesondere:

  • Lebensfreude
  • Glück
  • Genuss
  • Sinnlichkeit
  • Lust
  • Begeisterung
  • Fröhlichkeit
  • Humor
  • Gelassenheit
  • Optimismus
  • Vertrauen
  • Dankbarkeit
  • Mitgefühl
  • Empathie
  • Geborgenheit
  • Liebe

Vitalitätsfördernde Aktivitäten

Diese Lebensgewohnheiten dienen zur Wiederherstellung, zum Erhalt und zur Verbesserung aller körperlichen Systeme und ihrer Funktionen.

  • Sich täglich bewegen, um die körperliche Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination zu erhalten und zu verbessern.
  • Bedarfsgerecht und bekömmlich essen und trinken, möglichst pflanzlich, natürlich (wenig industriell verarbeitet) und ohne dabei seine Gesundheit dadurch zu gefährden.
  • Frei von Tabak, Alkohol und anderen Drogen leben.
  • Ein angenehmes Maß an täglichen mentalen, emotionalen und sozialen Aktivitäten pflegen.
  • Strategien und Methoden zum Umgang mit Stressbelastungen beherrschen und anwenden.
  • Methoden zur Regulierung des vegetativen Nervensystems erlernen und anwenden.
  • Täglich ausreichend und erholsam schlafen.
  • Alltagsroutinen von wirksamen Regenerationspausen und -aktivitäten pflegen.
  • Fähigkeiten der Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit im Umgang mit belastenden Ereignissen und Veränderungen entwickeln.

Soziale Aktivitäten

Gute zwischenmenschliche Beziehungen setzen soziale Fähigkeiten voraus, die entsprechende Aktivitäten ermöglichen, welche wiederum Gesundheit und Wohlbefinden anhaltend verbessern.

  • Soziale und kommunikative Kompetenzen entwickeln und anwenden.
  • Positive Beziehungen und Bindungen in Partnerschaft, Familie, Freundschaften, Gemeinschaften, Nachbarschaft und im beruflichen Umfeld aufbauen und pflegen.
  • Aktiv zur Erzeugung des Gefühls von Verbundenheit und Zugehörigkeit beitragen.

Ökologische Aktivitäten

Zu den für ein gutes und gelingendes Leben notwendigen und begünstigenden Rahmenbedingungen gehört an erster Stelle eine lebensfreundliche Umwelt. Hiermit steht der Schutz des Klimas, der Natur und der Artenvielfalt ist enger Verbindung. Ökologisch protektive Gewohnheiten zählen wegen ihrer überragenden Bedeutung zu den wichtigsten Merkmalen des Wellness-Lebensstils.

  • Sich täglich pflanzenbasiert ernähren und Fleischkonsum maximal reduzieren.
  • Sich möglichst ohne klimaschädliche und luftverschmutzende Emissionen bewegen.
  • Regenerative Energien verwenden und fossile Brennstoffe vermeiden.
  • Sparsam Energie verbrauchen und energieeffiziente Technologien/Geräte benutzen.
  • Müll vermindern und vermeiden, insbesondere Plastikmüll.
  • Sich an Mülltrennung beteiligen und Recycling-Möglichkeiten nutzen.
  • Lebensmittel aus regionaler und saisonaler Erzeugung kaufen.
  • Wasser bei allen Gelegenheiten einsparen.
  • Initiativen zum Schutz von Klima, Umwelt und Artenvielfalt unterstützen.
  • Sich über alle Möglichkeiten ökologischer Aktivitäten immer wieder informieren, andere aufklären und deren Bewusstsein fördern.

Wellness, das bedeutet "ein offenes und sich ständig erweiterndes Morgen mit der Herausforderung, das eigene Potenzial besser auszuschöpfen". Diese Worte aus dem Jahr 1959 stammen vom Begründer der echten, wahren Wellnessbewegung: Dr. Halbert L. Dunn. Es ist jederzeit möglich, sich auf den richtigen Weg zum Erfolg zu machen.